Neues Buch “Merkel: Eine kritische Bilanz”

Seit Montag ist unser Buch „Merkel: Eine kritische Bilanz“ auf dem Markt und verkauft sich schon wie warme Semmeln. Offenbar trifft das Buch einen Nerv vieler Leute, gerade im liberal-konservativen Lager.

In diesem Buch ziehen 22 Professoren und Publizisten eine Bilanz der Ära Merkel. Ich als Herausgeber habe renommierte Autoren versammelt, die das politische Wirken und die Person Merkels analysieren. Hier ein Link zur Verlagsankündigung inkl. Leserprobe.

Mit dabei sind so profilierte Köpfe wie die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek, die Publizistin Cora Stephan, der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz, der Historiker Michael Wolffsohn,  der SPD-Querdenker Thilo Sarrazin, der Wirtschaftspublizist Roland Tichy, die Feminismuskritikerin Birgit Kelle, Ökonomie-Professoren wie Justus Haucap sowie Politologen und Journalisten aus England, Amerika und Osteuropa.

Das Fazit: Die Kanzlerin ist ein Scheinriese, eine überschätzte Politikerin, die sich mehrere gravierende Fehler zuschulden hat kommen lassen. Angefangen beim Lavieren in der Eurokrise und der kopflosen Energiewende bis hin zu ihrem Agieren in der Flüchtlingskrise: Das Durchwursteln, Zaudern und Aussitzen der Kanzlerin wird Deutschland auch auf längere Sicht schwer belasten.

 

Erste Reaktionen in anderen Medien nach unserer Buchpräsentation in Berlin in der Bundespressekonferenz, bei der Prof. Andreas Rödder (Uni Mainz, Vorstand Konrad-Adenauer-Stiftung) und Thilo Sarrazin sprachen:

„Bekannte Autoren wagen mitten im Wahlkampf eine Abrechnung mit der Kanzlerin“, schrieb Susanne Gaschke in der „Welt“ (20. Juni, S. 4). Die „rebellische Pose dabei ist mitunter schwer erträglich“, fand sie. Besonders Sarrazin hat sie viel zitiert. „Toleriert man die Rebellenpose, dann bietet der Sammelband durchaus interessante Beiträge“, urteilte Gaschke dann. „Norbert Bolz nähert sich Angela Merkel zwar mit penetrantem Paternalismus, aber was er zum ‚Schweigen als Waffe‘ zu sagen hat, ist lesenswert.“ Und: „Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt analysiert überzeugend, welche Probleme sich für die CDU daraus ergeben, dass sie den Wert- und Kulturkonservativen keine Heimat mehr bieten kann. Er vergisst dabei auch nicht zu erwähnen, dass viele Unionsmitglieder schlicht zu feige waren, sich einer Positionsverschiebung ihrer Partei nach links und grün zu widersetzen.“ Und: „Herausfordernd und spannend ist der Beitrag der Autorin Birgit Kelle, die die sozialdemokratische Wende der CDU-Familienpolitik in der Amtszeit Ursula von der Leyens beschreibt“. Zum Schluss: „Ansonsten gilt, was der Mainzer Zeithistoriker Andreas Rödder, ein CDU-Mitglied, zu Beginn der Buchvorstellung sagt: Für eine Merkel-Bilanz ist es drei Monate vor einer Wahl, zu der die Kanzlerin noch einmal antritt, gewiss zu früh. Für eine Debatte anstelle gefühlter Alternativlosigkeit hingegen ist es höchste Zeit.

Die „taz“ fand das Buch und die Präsentation ganz furchtbar. Wäre es anders, hätten wir etwas falsch gemacht. Auszug aus dem „taz“-Artikel: „Huijuijui, ich versteh zwar bloß die Hälfte – aber der traut sich was, dieser Sarrazin“.

Dagegen war der Bericht im „Neuen Deutschland“ geradezu zahm und freundlich. „Was FAZ-Redakteuer (sic) Philip Plickert da unter der Überschrift »Merkel, eine kritische Bilanz« am Montag in Berlin der Öffentlichkeit vorlegte, wäre treffender als Scherbengericht angekündigt“, schrieb im ND eine Frau, die zu DDR-Zeiten mal Journalismus an der Karl-Marx-Universität studiert hat. Weiter: „Herausgeber Plickert kommt schon bei der Ankündigung der auf 250 Seiten ausgedehnten Fehleranalyse zum wenig wohlwollenden Schluss, dass Angela Merkel nicht jene Lichtgestalt ist, als die sie vielen gilt, sondern ein Scheinriese, der bei näherer Betrachtung mächtig schrumpft. »Eine gewiefte, aber überschätzte Politikerin«, so der FAZ-Journalist unter Verweis auf planlose, undurchdachte Entscheidungen und abrupte, opportunistische Wenden.“. Weiter meint sie: „Das alles könnte man freilich auch mit einer linken Sicht unterschreiben – würden die Autoren, die ausdrücklich im liberal-konservativen intellektuellen Milieu verortet werden, nicht ihren Fokus vor allem auf Momente der Ära Merkel richten, als die kühle Kanzlerin ausnahmsweise menschlich reagierte: in der Eurofinanzkrise, bei der Energiewende nach Fukushima und bei der – wohlgemerkt anfänglichen – Flüchtlingspolitik im Sommer 2015. Was da als »differenzierte, ehrliche Analyse« angekündigt ist, gerät zur schonungslosen Abrechnung.“

 

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